5th World Floorball Championships Men 2004
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Final: Schweden - Tschechien 6-4  

Schweden nach glanzlosem Sieg zum fünften mal Unihockey Weltmeister

Der Sieg des Tre Kronor Teams schien anfangs nie in Gefahr zu sein. Der Grundstein zum Erfolg wurde im ersten Drittel gelegt, wo Schweden bereits mit drei Toren in Front lag.

Eigentlich zweifelte niemand am erneuten Gewinn des WM Titels der Schweden. Zu klar war und ist die Dominanz dieser Nation. Bereits in der ersten Minute hatte Superstar Niklas Jihde eine Grosschance. Sein nicht richtig getroffener Schuss verfehlte sein Ziel nur knapp. Die Schweden entwickelten sehr viel Druck und schnürten die Tschechen richtiggehend ein. Die logische Folge war die Führung des Goliath bereits in der zweiten Minute. Olofsson spielte den Ball auf Calebsson, der mit einem satten Schuss Kafka nicht gerade gut aussehen liess. Die Mitteleuropäer hatten viel Mühe, ihr bislang sehr gutes Aufbauspiel aufzuziehen, da die Schweden gegenüber dem Gruppenspiel offensiver spielten.

Erst in der 7. Minute kamen die Tschechen zu ihrer ersten Chance, ansonsten waren sie technisch, wie auch körperlich klar unterlegen. Schweden kontrollierte und das Team Tschechien versuchte, den Rückstand nicht grösser werden zu lassen. Ab Mitte des ersten Drittels konnten sie sich auch mal in der Zone der Schweden festsetzen und den einen oder anderen Schuss auf den bislang kaum geprüften Keeper Olofsson abfeuern. Die beste Möglichkeit hatte dabei Pavel Kozusnik, der allerdings nur das Aussennetz traf. Gleich im nächsten Angriff allerdings demonstrierte Svensson seine individuelle Klasse, indem er einen Sololauf startete und gleich drei gegnerische Spieler beschäftigte. Zum zweiten Treffer kam es aber erst, als Verteidiger Quist das weisse Rund in den Slot spedierte und Lindström nur noch einzuschieben brauchte. Schweden spielte zu diesem Zeitpunkt wie mit einem Mann mehr, zwei Minuten vor dem Pausentee erhöhte Hellgard auf Zuspiel von Jihde gar auf 3-0. Die Vorentscheidung schien bereits gefallen…

Nach nur 35 Sekunden im Mittelabschnitt stocherte Pavel Kozusnik den Ball ins gegnerische Gehäuse. Zumindest der Ehrentreffer war geschafft. Schweden liess sich allerdings nicht aus dem Konzept bringen und kombinierte weiter nach belieben. Nur drei Minuten dauerte es, bis die Schweden den drei Tore Abstand wieder herstellten. Nach einem Foul von Hanzlik an Jihde ging es blitzschnell: Jihde passt sofort auf Hellgard, dieser weiter auf Quist, Tor. Tschechien tauchte nur sporadisch vor Torhüter Olofsson auf. Cepek (27.) und Zalesny (29.) waren es, die ihn zu Paraden zwangen. In der zehnten Minute sass Pavel Kozusnik auf der Strafbank. Nicht einmal eine volle Minute brauchten die Jungs von Trainer Kokocha um mit ihrem schnörkellosen Passspiel die tschechische Abwehr zu überlisten und zum 5-1 einzuschieben. Torschütze war der bei Malans spielende Larsson. Die Antwort der Tschechen liess nur fünf Minuten auf sich warten: Wie aus dem Nichts schoss Ostransky den zweiten tschechischen Treffer.

Die Spannung, die in den ersten beiden Abschnitten schmerzlich vermisst wurde, kam im letzten Drittel doch tatsächlich zurück. Durch einen Ballgewinn des kämpferischen Zalesny konnte Ostransky lanciert werden, der mit seinem zweiten Treffer das Spiel wieder etwas offner gestaltete. In der Folge spielten die Tschechen mutiger und frecher. Die Schweden, die bis dahin souverän spielten kamen ein erstes Mal ins wanken. Cepek und die beiden Kozusniks scheiterten aber am gut parierenden Olofsson. Diese Druckphase wurde durch eine Strafe allerdings gebremst und erneut Quist traf in Überzahl zum 6-3. Fünf Minuten vor Schluss nahm dann Trainer Skruzny ein Time Out. Ab dann spielten sie ohne Torhüter und da Torschütze Quist die Kühlbox wärmte konnten sie gar mit 6 gegen 4 Feldspieler nochmals Druck ausüben. Diese Mühe wurde belohnt mit dem 6-4 durch Jandacek zwei Minuten vor Schluss. Der Torhüter der Tschechen blieb dem Feld fern und trotz sehr guten und gefährlichen Abschlüssen war das 6-4 zu Gusten der Schweden auch gleich das Schlussresultat.

5. Unihockey-WM A-WM, Finale
Schweden-Tschechien 6:4 (3:0,2:2,1:2)

Schluefweg
SR: Alakare/Koskela (FIN)
7833 Zuschauer (Ausverkauft)

Tore: 2. Calebsson (Olofsson) 1:0, 15. Lindström (Quist) 2:0, 18. Hellgard (Jihde) 3:0, 21. Kozusnik Pavel (Jakubek) 3:1, 24. Quist (Hellgard) 4:1, 30. Larsson (Lindström) 5:1, 35. Ostransky (Sikora) 5:2,46. Ostransky (Zalesny) 5:3, 52. Quist (Hellgard) 6:3, 58. Jandacek (Kozusnik Pavel) 6:4

Strafen:
Schweden 2 x 2"
Tschechien 3 x 2"

 
 
Rivella